Stiftung Luthergedenkstätten

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Collegienstr. 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

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spreesurfer

, 29.09.2018

„Hallo liebe Leser!!!

Heute stelle ich Euch mal in eher kürzeren Zeilen das Lutherhaus in Lutherst adt Wittenberg vor, denn ich hatte keine Zeit, das Haus dort innen zu besichtigen, weil mir die Besichtigung der Kirchen dort, in denen Luther wirkte, als Christ dann doch wichtiger war, und ich mir auch den Eintritt dort sparen wollte. ;)

Immerhin kann man umsonst und ohne Eintritt den Hof des Hauses mit dem schönen Brunnen sehen und hinter dem Haus auf der Südseite die Fundamente der einstigen Küche dort.

Ich bin auch eher jemand, der sich nur für die ganz großen Museen mit ganz großen Kunstschätzen interessiert, denn ich mag Ästhetik und Kirchen, und ich bete ja GOTT an und nicht Luther, auch wenn die Reformation dem Christentum stark half, denn Luther war derjenige, der die Bibel in die Deutsche Sprache übersetzte und durch den damals noch neuen Buchdruck einer breiten Masse an Gläubigen und Menschen zugänglich machte, und so auch viele Menschen zum christlichen Glauben führte. Das ist ja der KERN der Reformation!!! :)

Das Lutherhaus dort in Wittenberg wurde im Jahre 1504 als Augustinerkloster errichtet. Damals war es noch unter dem Namen „Schwarzes Kloster“ bekannt, damit meinte der Name die schwarze Kuttenfarbe der Augustinermönche. Auch Martin Luther lebte hier ab 1508 als Mönch.

Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgelöst. Luther bekam das Haus 1532 übereignet und bewohnte es mit seiner Familie und seiner Frau Katharina von Bora.

„Wer gibt, dem wird gegeben.“:

Luther gab bzw. brachte den Menschen den Glauben näher und bekam dafür ein großes eigenes Haus!!!

Nach dem Tod Luthers übernahm die Universität Leucorea das Gebäude, dessen eigenes Gebäude nebenan zu sehen ist, und baute es zum Stipendiatenhaus um.

Das Mitte der 1580er Jahre errichtete Vorderhaus wurde in Erinnerung an den Förderer der Universität, August I. von Sachsen, als Augusteum bezeichnet.

Im Jahre 1844 wurde das Lutherhaus von Friedrich August Stüler über 40 Jahre hinweg grundlegend saniert.

Bis 1937 befand sich im Erdgeschoss des Hauses eine Lutherschule, im Jahre 1883 wurden die ersten Räume für museale Zwecke genutzt.

Das Augusteum der Leucorea wird heute als zentraler Ort der Stiftung Luthergedenkstätten für die Präsentation von Sonderausstellungen genutzt.

Heute ist das einstige Wohnhaus Luthers das
größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Die dortige Dauerausstellung erzählt vom Leben und Wirken Martin Luthers sowie von den Veränderungen zur Zeit der Reformation.

Zu den Exponaten gehören Luthers Mönchskutte, die 10-Gebote-Tafel von Lucas Cranach, Luthers Bibel sowie Handschriften und Medaillen. Die original erhaltene Lutherstube erinnert an die einstigen Tischgespräche des Reformators.

Wer die Zeit hat, kann da rein gehen, wer sie nicht hat, dem rate ich an, lieber die schönen Kirchen in Wittenberg zu besuchen, in denen Luther wirkte, besonders die Schlosskirche mit ihrem sehr prächtigen Altar, aber auch die Stadtkirche, mehr zur Schlosskirche später.

Ich gebe dem Haus wegen seiner historischen Bedeutung hier mit dem Hof und dem schönen Brunnen dort mittig dennoch 5 Sterne!!! :)

Euer spreesurfer.:)

PS.: Ein Teil der Wittenberger Stadtmauer aus dem Mittelalter ist am Lutherhaus auf der Ostseite integriert und derzeit 2018 wird dort aussen davor der neue Luthergarten gebaut!!! :)

Das Haus liegt am Ostende der Altstadt und etwa 10-15 Minuten vom Hauptbahnhof Wittenberg entfernt, der Bus 301 hält direkt dort. Ihr erkennt es am großen gräulichen Renaissancegiebel. :)
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Nike

, 27.12.2015

„26.12.2015

Kommt, lasst euch mit auf einen Rundgang durch das Lutherhaus in Wittenberg mitnehmen.

Einer der Höhepunkte unseres Besuches der Lutherstadt Wittenberg am 4. Advent 2015 war nämlich der Besuch des Lutherhauses - des wohl größten und umfassenden Museums, welches sich mit dem Leben und Wirken des Reformators auf vier Etagen befasst.

Es befiindet sich am westlichen Ende der Innenstadt - etwa 1, 2 km von der am westlichen Ende erbauten Schloßkirche entfernt.

Der Eingang liegt etwas versteckt, so dass wir zunächst über unser Ziel ein wenig hinaus schossen. Man erreicht das Museum über den Innenhof des Augusteums.


Der Besucher wird auf einem Rundgang durch eine modern gestaltete Ausstellung in den alten Räumen des sog. schwarzen Klosters, in welchem Luther einst lebte, geführt. Die Exponate sind sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch beschriftet.

Im Erdgeschoss befindet sich ein biographischer Rundgang mit dem Thema Luther in Wittenberg. Hier beeindruckt insbesondere die Baulichkeit des ehemaligen klösterlichen Refektoriums.
Entweder über eine gewendelte Treppe oder den Fahrstuhl im Treppenhaus gelangt man sodann in das 1. Geschoss, in welchem sich der große Hörsaal befindet. Hier beeindrucken insbesondere die Disputkanzel und außerdem auf dem weiteren Rundweg die Lutherstube.

Man kann auch die Kanzel besichtigen, von der Luther predigte, seine Kutte, einen Bierkrug, aus welchem er trank und die eindrucksvollen Cranachgemälde. Außerdem befindet sich hier die Ausstellung "Predigt - Propaganda - Polemik = die Reformation als Medienrevolution".

Im 2. Obergeschoss befindet sich die Schatzkammer mit Kostbarkeiten aus 9 Jahrhunderten. Die Sammlungen umfassen auch Objekte, die nicht im direkten Zusammenhang mit Luther und der Reformation stehen, wie z. B. Münzen und Medaillen, Grafiken von Dürer und Behaim sowie Bücher der Renaissance und Handschriften.

Desweitren findet man im zweiten Obergeshoss die Ausstellung Luthers Bild und Lutherbilder - die Rezeptions- und Wirkungsgeschichte von 1546 bis 1983.
Jede Zeit hat ihr eigenes Lutherbild und eine andere Darstellung des berühmten Reformators. Auch kann man hier die Totenmaske und Totenbilder Luthers betrachten.

Von hier aus begaben wir uns zurück in´s Erdgeschoss, von dem man aus über die Freifläche, jedoch leider nicht barrierefrei, sondern über Treppen in die Kellergewölbe gelangt zu der Ausstellung "Zu Hause bei Katharina". Sobald man an eine der Vitrinen herantritt, ertönen typische Geräusche der gezeigten Szenen.
In den spärlich beleuchteten Katakomben herrschte bald eine gespenstische Atmosphäre vom Widerhall der Geräuschkulisse. Eher ängstlichen Menschen würde ich einen Besuch dieses Teils der Ausstellung nicht empfehlen.
Ich persönlich fand es spannend und eine interessante Erfahrung. Mein Bester hatte sich im Foyer bereits ausgeklinkt, so dass ich ganz alleine dort unten war.

Wie man trotz der knapp beschriebenen Ausstellung ersehen kann, hätten wir uns Stunden in dieser äußerst umfassenden und sehr beeindruckenden Sammlung am meines Erachtens bedeutendsten Luther - Ort beschäftigen können, aber unsere Zeit war durch die Öffnungszeit begrenzt und wir hatten zudem auch noch eine längere Heimfahrt vor uns, so dass wir uns auf eine gute Stunde beschränkten, um uns wenigstens die schönsten und wichtigsten Exponate anzuschauen..

Für den moderaten Eintrittspreis von 6 EUR/Person bekommt man die umfassendste Lutherausstellung Deutschlands geboten, deren Besuch ich absolut empfehlen kann.

Die angegebenen Öffnungszeiten sind die Winteröffnungszeiten von November bis März. Die Sommeröffnungszeiten von April bis Okober sind von 9.00 - 18.00 Uhr.
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Braunbär2007

, 30.10.2012

„Heute ist der 31.Oktober 2012, heute ist Reformationstag. Ein guter Anlaß, diese Ausstellung in Witt enberg zu würdigen.

Es ist jener Tag, an dem der Mönch Dr. Martinus Luther seine denkwürdigen 95 Thesen an die Kirchentür der Wittenberger Schloßkirche nagelte, um so eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und die Diskussion um den Ablaßhandel des Papstes in Gang zu bringen. Das war im Jahre 1517, vor fast 500 Jahren. Deshalb richten sich die Lutherstädte Eisleben, Eisenach und Wittenberg schon heute auf das große Jubiläum 2017 ein.

In Wittenberg ist also das Lutherhaus entsprechend als Bibliothek, die von Studenten des angeschlossenen Seminars genutzt werden kann, und als sehr interessante Ausstellung ausgestaltet worden. Der Besucher erfährt viel, kann unmöglich die vielen ausgestellten Dokumente und Originale alle lesen. Trotzdem erfährt man vieles von Luthers Streitschriften und von seinem gleichgesinnten Freund Philipp Melanchton. (beide werden übrigens geehrt mit einem großen Denkmal auf dem Rathausplatz von Wittenberg) Fünfzig Meter neben dem Lutherhaus entsteht z.Zt. auch das Melanchtonhaus. Die Thesen, natürlich, sie sind auch wieder an einer neuen Portaltür der Schloßkirche in erhabenen Lettern in Bronze gegossen. Leichter zu lesen sind sie in der Ausstellung selbst. 90 % der Texte befassen sich mit dem kritisierten Ablaßhandel des Papstes, der damit die Kirchenbauten in Rom finanziert haben mag, der nach Luthers biblisch begründeter Meinung aber keine theologische Legitimation besaß. Die Geschichte gab letztlich Luther Recht, der Papst stellte diese Art der Geldbeschaffung tatsächlich ein!

Die Bibliothek, die für die Besucher nicht betreten werden kann, zeigt durch ein Fenster die Originale aller Lutherschriften, gebunden in unzähligen dicken Bänden und auch Luthers Bibelübersetzungen. Interessant lesen sich in den Vitrinen auch die Briefe und Streitschriften, für unsere Begriffe heute in durchaus verständlichen Formulierungen. Man wird gefesselt, es wird nicht langweilig.

Im Videosaal werden dann auch die menschlichen Aspekte dieses streibaren Mönches erwähnt und dargestellt. Fragt jemand: wieso war Luther ein Mönch und hatte Kinder. Wie war es möglich dass er die Nonne Katharina von Bora heiraten konnte. Wie hat die damalige Amtskirche und der Papst in Rom gegen ihn gearbeitet und Widerruf verlangt. Diese Fragen beantwortet auch die Ausstellung.

Zahlreiche Gemälde ergänzen das Bild und der detaillierte Lebenslauf von 1483 bis 1546 beleuchtet die vielen Stationen, die sich dieser fromme Mönch selbst auferlegt hat. Er wollte reformieren, nicht spalten. Aber, die Kirche wollte ihn nicht hören.

Wenn man diese intessante, kurzweilige Ausstellung gesehen hat kann man wieder etwas anfangen mit dem Reformations- Gedenktag, man muß nicht mehr Halloween dazu sagen.
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