*
*
*
*
KaterRina
,
01.06.2018
golocal
„Alle Jahre wieder Tour im März die gesamte fachliche Kollegenschaft quer durch Deutschland und versammelt sich an (mehr oder weniger) erlesenen Orten.… Dieses Jahr waren wir in Magdeburg, ziemlich Downtown, ziemlich domnah. Da die gestresste Tagende wenig Lust auf kilometerlange Märsche zum Hotel hatte, hat sie sich für das nagelneue B&B Hotel entschieden.
Andere Hotels werden auf der großen, grünen Wiese errichtet, hier hat man eher die schmale, graue Brache zwischen TÜV, Bahngleisen, einem Koreaner und einem Wohnblock gewählt. Hier steht nun ein kubistisch-puristischer, weiß verputzter Hotelblock mit einigen Gästeparkplätzen im Hof.
Parkt man auf ebendiesem, wird man feststellen, dass es keinen Zugang vom Hof zum Hotel gibt und so wieselt der bepackte Gast mit jeglichem Geraffel erst einmal eine Runde ums Karree. Dort findet man sich vor dem obligatorisch aschenbebecherten Hoteleingang wieder. Zwei Türen trennen einen nun vom Entree – beide sind unglaublich schwer und gegenläufig zu öffnen. Ist kein Galan zur Hand, muss man das Geraffel abstellen und mittels Füßchen die Tür ofenhalten, während man das Gepäck durchaalt… Vor allem, wenn die Türen artig nach außen aufgehen. Zwischen Tür 1 und 2 findet sich ein Terminal zum Selbsteinchecken (falls man außerhalb der Öffnungszeiten der Rezeption anrückt) und zum keycodebasierten Öffnen der inneren Tür, da auch diese nur innerhalt der Öffnungszeiten offen ist.
Der freundliche Rezeptionist hat meine Buchung direkt bearbeitet, bezahlt wird hier sofort. Dafür erhält man einen sechsstelligen Keycode, mit dem sich sowohl die Zimmertür, als auch eben besungene Tür Nr. 2 öffnen lässt. AM Tag der Abreise ist der Keycode bis 12:00 gültig. Danach verliert er seine Gültigkeit. Ein Checkout muss daher nicht erfolgen. Man geht einfach.
KaterRinas Sondertipp: Keycode mit dem Handy abfotografieren, so kann man das Ding nicht mehr verlieren.
Der Aufzug gen Zimmer roch noch sehr neu, ebenso, wie das sehr saubere Zimmer selbst. Das Hotel wurde erst im Dezember 2017 eröffnet und dünstet noch ein wenig aus. Auch hier wartete wieder eine saumäßig schwere Eingangstür mit Schnappmechanismus und daher wieder das übliche Geraffelschieben via Füßchen. Das Zimmer ist recht überschaubar, einen Platz zum Legen eines offenen Koffers hatte ich nicht. Ein Bett, ein Pygmäentischchen, zwei lehnenlose Hocker, ein Einbauschrank, ein Fernseher, das war‘s dann auch schon mit Interieur. Das Bad war klein, schlicht, aber sehr in Ordnung. Wer einen Fön möchte, wird im Zimmer keinen finden. Das Teil kann gegen zehn Euro Pfand an der Rezeption ausgeliehen werden. Zumindest sagt das das Schaf mit der Fönwelle…
Hier gibt es Schafe. In allen Versionen, Farben und Größen. Das Schaf ist das hoteleigene Wappentier und wirbt im Haus überall für alles. Mieses Wetter? Schaf im Friesennerz! Fön von Nöten? Schaf mit Fönwelle. Ostern naht? Schaf mit Eiern. Es war Karneval? Da hilft ein jeckes Helau-Schaf… Wo kein Schaf, da Boris Becker, denn auch ihn hat man offenbar für Werbung rekrutiert.
Das Free WiFi lief so semi, an einem Tag hatte es einen Komplettausfall, aber abends hat sich alles erfolgreich wieder berappelt. Die Schallisolation der Fenster ist phantastisch, man kriegt von der (wenig erbaulichen) Umwelt nicht viel mit.
KaterRinas Sondertipp: Trainspotter? Unbedingt Zimmer zum Hof wählen! Hier fährt alle Minute ein Zug in knappen 100m Luftlinie vorbei. Von Güterzug bis ICE ist hier alles zu gucken, was auf Schienen fahren kann.
Das Frühstück wird in Buffetform serviert und ist recht übersichtlich, aber durchaus gut. Mehrere Sorten (Aufback-)Brötchen, drei Sorten Wurst, ebenso viele Sorten Käse, Etliches aus dem handlichen Plastikgefängnis, hartgekochte Eier, vier Sorten Cornflakes und Müsli, Joghurt, leider undeklarierte Milch (Vollmilch? 1,5%?), Obstsalat, zwei Saftkonzentrate, Tee und Kaffee. Nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Service gibt es aus Kostengründen keinen. Man holt selbst und verräumt danach sein Plastiktablett selbst in einem der üblichen Plastiktablettverräumständer, die man aus allen Fastfoodbutzen kennt.
KaterRinas Sondertipp: Bei der Saftstation Glas drunterstellen und drücken. Nein, nicht drücken, sondern DRÜCKEN!!!!!! sonst kommt da nix.
Sowas wie eine Hotelbar gibt es hier nicht. Dafür stehen in der Lobby zwei Automaten, die allerlei Snacks und Getränke vorhalten. Hier gibt es Non-Alkoholika, Alkoholisches, Heißgetränke etc. Kann man machen, muss man aber nicht.
KaterRinas Sondertipp: Eine heiße Rinderkraftbrühe aus dem Automaten ziehen! Warum? Einfach mal weil… Außerdem kann man die Story noch den eigenen Enkeln erzählen…
Von mir gibt es vier Sterne. Viel zu bewertenden Service gab’s ja nicht. Dafür ist die Lage hervorragend und alles war sehr sauber.”
Weiterlesen
Text ausblenden
2eBewmeelrtunlqf2g me2znzlden