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Landkirchen

Eintrag gefunden unter: Kirchen und religiöse Gemeinschaften Fehmarn
Hauptstr. 30
23769 Fehmarn, Landkirchen
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grubmard

, 09.07.2025 golocal

„Landkirchen auf Fehmarn liegt ca. 1,5 km westlich der Bundesstraße B 207 und ca. 3,5 km nordwestlich der Inselhauptstadt Burg.
Es ist eines von 3 Dörfern auf Fehmarn mit einer eigenen Kirche: Bannesdorf, Petersdorf, Landkirchen.

Das erstmals 1335 erwähnte Landkirchen wurde vermutlich schon 100 Jahre früher gegründet. Die St. Petri-Kirche wurde zusammen mit dem Dorf vermutlich um 1230 erbaut. Die dreischiffige turmlose Backsteinkirche ist von dem bis heute als Friedhof genutzten Kirchhof umgeben.
Der einige Meter neben der Kirche stehende hölzerne Glockenturm wurde 1638 errichtet.

Innen ist die weiß getünchte Kirche ziemlich prächtig barock ausgestattet. Nur wenige Reste der mittelalterlicher Fresken sind erhalten.
Ein Blickgang ist die 1727 vom Kaufmann Drews Wilder gestiftete Kanzel mit Schalldeckel, die in Schwarz, Weiß, Silber und Gold gehalten ist. Geschmückt sind Kanzel und Deckel mit geschnitzten Tugendfiguren, Putten, Engeln, Frucht- und Blütengirlanden sowie Inschriftenkartuschen.

Der 1715 in Lübeck gefertigte Altar wurde vom Kaufmann Jacob Mackeprang gestiftet. Das vom Maler G.F. Brusewindt geschaffene Altarbild zeigt Jesus am Kreuz mit seiner Begleiterin Maria Magdalena und der Golgatha-Landschaft. Unter dem großen Altarbild befindet sich ein kleineres Abendmahl-Gemälde. Die Bilder werden flankiert von Säulen, großen Tugendfiguren und kleinen Engeln.
Das auf dem Altartisch stehende Kruzifix stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts.

Neben dem großen Barockaltar befindet der kleinere „Altar zum Heiligen Kreuz“ aus dem 15. Jahrhundert. Dieser aufklappbare Altar ist einer der Seitenaltäre und gehörte vermutlich der mittelalterlichen Bruderschaft „Gilde zum Heiligen Leichnam“. Im aufgeklappten Zustand sind eine geschnitzte Kreuzigungsszene und auf den Flügeln 4 kleine Gemälde zusehen. Sie zeigen die Kreuzauffindung durch die römische Kaiserin Helena (um 250 - um 330). Helena war die Mutter des römischem Kaisers Konstantin I. (um 280 – 337 / Kaiser ab 306) und wurde von ihrem Sohn zur Kaiserin erhoben. Sie soll Reste des Jesus-Kreuzes und andere christliche Reliquien gefunden haben und wird deshalb als Heilige verehrt.
Im zusammengeklappten Zustand sind auf den Altarflügeln 4 weitere Gemälde zu sehen.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Gemälde unkenntlich und 1880 übermalt. Der heutige Altar ist eine Rekonstruktion aus erhaltenen Fragmenten.

1735 stiftete Catharina Mackeprang, eine Schwester des Altarstifters, die barocke Taufe. Sie besteht aus dem steinernen Taufbecken mit dem von einem Engel bekrönten Deckel und dem umgebenden achtseitigen hölzernen Schrankenwerk. Das Schrankenwerk ist in Schwarz, Silber und Gold gehalten und ist mit Ornamenten und biblischen Szenen geschmückt.

Das älteste Kunstwerk der Kirche ist der auch „Marienkrone“ genannte gotische Marienleuchter mit der Jungfrau Maria und dem Jesuskind aus dem Jahr 1390.
Um diesen Leuchter rankt sich eine Legende:
Als König Erik VII. v. Dänemark (Haus Pommern-Stolp / um 1382 – 1459 / König ab 1387 / als Erik III. auch König v. Norwegen und als Erik XIII. König v. Schweden / 1439 abgesetzt / ab 1446 als Erich I. Herzog v. Pommern-Stolp) im 15. Jahrhundert Fehmarn eroberte, ließ er die Jungfrauen der Insel trotz deren Flehen um Gnade grausam töten. Erst als die Jungfrau Maria von Landkirchen vor dem König Bluttränen weinte, beendete Erik VII. das Gemetzel.

Wie oft in küstennahen Kirchen findet man auch in der Petrikirche Votivschiffe genannte Schiffsmodelle. Das des Dreimasters „Einigkeit“ aus dem Jahr 1842 hängt, wie üblich, an der Decke.
Das deutlich ältere Modell des „Lübschen Dreimasters“ dagegen steht am Boden in einer Vitrine. Gefertigt wurde das Modell eines Kriegsschiffs aus Lübeck im Jahr 1617 und ein Jahr später von Schiffern aus Fehmarn der Petrikirche gestiftet. Das über 1 m lange Modell ist das älteste und eines der schönsten Modelle eines Schiffs dieser Bauart und mit dieser Takelage.

Neben dem Modell des „Lübschen Dreimasters“ steht der sogenannte Landesblock – eine aus einer einzigen Eiche gefertigte Truhe aus dem 13. Jahrhundert, in der bis 1867 wichtige Urkunden und Siegel von der Insel Fehmarn aufbewahrt wurden und die nur von den Kämmerern der 3 Fehmarner Kirchspiele gemeinsam geöffnet werden konnte.

Zur Ausstattung gehören mehrere barocke Epitaphe aus dem 17. und 18. Jahrhundert für wohlhabende und einflussreiche Personen bzw. Familien, darunter der Familien Mackeprang und Schmalfeldt.
Ebenfalls für Privilegierte sind die Logen der reichen Bauern-, Kaufmanns- und Gutsherrenfamilien.

Neueren Datums ist die Kirchenorgel der dänischen Orgelbaufirma Marcussen& Søn aus dem Jahr 1854, die aber 1973 umgebaut wurde.

Eine Besonderheit in der Petrikirche ist die Sammlung von 66 Betschemeln. Die hölzernen Hocker aus dem 17. und 18. Jahrhundert haben etwa die Größe einer Fußbank. In die Schemel sind Namen, Jahreszahlen sowie oft Zier- und Hausmarken eingeschnitzt.
Ich kannte solche Schemel bisher nicht. Für mich sind sie eine Besonderheit auf Fehmarn.

Fazit: sehr sehenswerte Kirche.
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Informationen

Landkirchen

Landkirchen in Fehmarn-Landkirchen erreichen Sie unter der Telefonnummer 04371 68 94. Während der Öffnungszeiten hilft man Ihnen dort gerne weiter. Sie möchten Landkirchen an Bekannte oder Freunde weiterempfehlen? Sie können die Kontaktdaten einfach per Mail oder SMS versenden und auch als VCF-Datei für Ihr eigenes digitales Adressbuch speichern. Für Ihren Besuch bei Landkirchen nutzen Sie am besten die kostenfreien Routen-Services für Fehmarn: Lassen Sie sich die Adresse von Landkirchen auf der Karte von Fehmarn unter "Kartenansicht" inklusive Routenplaner anzeigen oder suchen Sie mit der praktischen Funktion "Bahn/Bus" die beste öffentliche Verbindung zu Landkirchen in Fehmarn.

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